Category Reise

Gwächtenhorn, du wilde Schönheit. Auf Hochtour im Kanton Bern.

„Vier Uhr, aufstehen“, sagt Norbert und rüttelt an meinem Kopfkissen. Drei Minuten später stehe ich auf dem Holzboden im Schlafraum der Tierberglihütte. Eine Hand findet die Brille, ich falle in die Kleider. Lange Unterhose, Merinoshirt, Softshell. Nach zweimaligem ausgiebigen Gähnen stolpere ich den Gastraum der auf 2795 Metern gelegenen Berghütte. Zum Frühstück gibt’s eine Hand voll Müsli und eine Tasse Schwarztee, mehr passt zu dieser frühen Stunde nicht in meinen

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Expiprofis auf Tour

Vor dem Fenster hat jemand die Szenerie ausgetauscht. Hat die Magnetschwebebahn und die Petronas Towers aus Kuala Lumpur verschwinden lassen. Und das Ritz Carlton Hotel mit seiner glitzernden Lobby, das wuselige China Town, all die malaiischen Garküchen – alles ist weg. Zwischen Sonnenaufgang und dem frühen Vormittag hat sich Malaysia verwandelt. Nun ist es sattgrün. Wir schaukeln in einem klimatisierten Bus durch lichten Bewuchs, vor ein paar Minuten ist unsere

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Wildes Leben, wildes Camp. Wildcampen oder besser nicht?

„Oberhalb der Baumgrenze darf man in der Schweiz wildcampen“, sagt Gregor, als wir das dunkelgrüne Zelt am noch halb zugefrorenen Ableger des Daubensees  aufbauen. Wir befinden uns unweit von Leukerbad im Naturpark Pfyn-Pfinges, das Wetter ist für Anfang Juni „eher alpin“, denn letzte Nacht hat es noch einmal geschneit. Gregors These über das wilde Campen in der Schweiz habe ich zu Hause noch einmal überprüft. Bisher war ich der Meinung,

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Komm schon, Hockenhorn

Die Aussicht, die mich nach der Bezwingung des ersten steilen Anstiegs erwartet, lässt mich abrupt stehen bleiben. Zu unseren Füßen breitet sich das Gasterntal aus, umgeben von kargen Felsmassiven und den mächtigen Berggipfeln der Walliser Alpen. Wir sind auf dem Mountainbike die ersten zehn Kilometer von Kandersteg bis dahin gefahren, wo es auf schmalen Pfaden sowieso nur noch zu Fuß weitergeht. Als wir die ersten Schritte auf dem Weg zum

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Als Mountainbike-Grünschnabel in Südtirol. Ein Trailbericht aus Latsch.

Der Rhythmus der Jahreszeiten bremst uns aus. Wegen Neuschnee können wir den Reschenpass mit unserem Bus nicht befahren. Eine Stunde später wird uns auch in Latsch in Südtirol die Weiterfahrt verwehrt. Zwar nicht mit dem VW-Bus, dafür auf dem Mountainbike, denn: es schüttet. Gregor verströmt Gelassenheit. „Wir tun das, was wir schon gestern hätten tun sollen: Tee trinken und Bücher lesen.“ Einer wie er wird erst in vierzig Grad steilem

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Timbuktu der Träume: Marrakesch

„Es ist würzig in den Suks in Marrakesch, es ist kühl und farbig. Der Geruch, der immer angenehm ist, ändert sich allmählich, je nach der Natur der Waren.“ – Elias Canetti: Die Suks Madita, eine Freundin aus der Unizeit, und ich ergattern einen Vorzugsplatz an der Geländerbrüstung eines Cafés am Djeemaa El Fna. Er füllt sich zunehmend, während die Sonne in Marrakesch langsam untergeht und die Menschenmenge in ein goldenes

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Fotoprojekt für die Fondation Afrocaribe in Cartagena

Seit Februar arbeiten Daniel und ich an einem Fotoprojekt für die Fondation Afrocaribe in Cartagena. Die NGO setzt sich zum Ziel, Kindern und Jugendlichen aus armen Vierteln das Lesen und Schreiben beizubringen. Wir gestalten ein Kinderbuch, um Geld für die Schulen einzunehmen. Die Lehrer arbeiten größtenteils ehrenamtlich, die Fondation Afrocaribe finanziert sich über Spendengelder. In diesem Beitrag seht ihr schon mal ein paar Bilder von unserem Projekt: