Pilpintuwasi – Schmetterlingsfarm und Tierwaisenhaus

20141219-DSC_3075In der Nähe von Iquitos, in dem Dörfchen Padre Cocha befindet sich ein Brutzentrum für bunte Schmetterlinge aus dem Amazonasgebiet. In Pilpintuwasi gibt’s einiges zu bestaunen, zum Beispiel den blau schimmernden Morpho menelaus und den etwas gruseligen Bananenfalter (Caligo eurilochus). Etwas aufregender als die Falter sind jedoch die exotischen Säugetiere aus dem Amazonasregenwald: Sie sind Waisen und leben geschützt auf dem Gelände, darunter ein Tapir, Aras, einige Affen, ein Ameisenbär und Harry, ein majestätischer Ozelot.

Tim, Volontär aus Deutschland, erzählt von dem traurigen Schicksal der Tiere: „Viele wurden von Wilderern im Dschungel gefangen. Die Eco Police hat sie erwischt und hier vor der Tür in Käfigen abgesetzt.

20141219-DSC_2980Ozelot Harry wurde im Februar 2010 als Kätzchen auf der Straße in Iquitos zum Verkauf angeboten. Er wog nur 450 Gramm.“ Wir laufen zum Gehege von Ameisenbär Isabela. „Isabela frisst ca. 40.000 Ameisen pro Tag und geht täglich acht Stunden mit uns im Wald spazieren, um sich satt zu fressen. “

Österreicherin Gudrun baute die Non-Profit-Organisation im Jahr 2004 auf, um einen Beitrag zum Schutz der Biodiversität des Amazonasregenwaldes zu leisten.
Zurück in die freie Wildbahn dürfen die Tiere allerdings nicht entlassen werden. Die peruanische Regierung fürchtet, dass sich durch den Kontakt zu Menschen Parasiten im Amazonasgebiet verbreiten.

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Einige Tiere leben frei auf dem Gelände. Zum Beispiel zwei Uakari Affen (Cacajao calvus). In einem unbeobachteten Moment schnappt sich einer die Wasserflasche unseres Freundes Estéban, beißt ein Loch hinein und trinkt.

20141219-DSC_2910Pilpintuwasi lebt von Spendengeldern. Mehr als 30.000$ werden jährlich benötigt, extrem viel für peruanische Verhältnisse. Alleine das Gehege des Jaguars Pedro Bello, das erste Säugetier der Farm, kostete 10.000$. Warentransporte per Frachtschiff über den Amazonas nach Padre Cocha sind teuer.

Wer Pilpintuwasi helfen möchte, kann Freiwilligenarbeit vor Ort absolvieren oder die Farm finanziell unterstützen, zum Beispiel mit einer Tierpatenschaft.

Um Pilpintuwasi zu besuchen, muss man in Bellavista-Nanay, einem kleinen Hafen zwei Kilometer nördlich von Iquitos, eines der Boote nach Padre Cocha nehmen. Die Farm liegt etwa fünfzehn Gehminuten vom Steg entfernt.

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